Unterstütze dein Immunsystem, es tut so viel für dich!

In Zeiten des Corona-Virus und vor allem im Hinblick auf den kommenden Herbst und Winter wird dein Immunsystem auf eine harte Probe gestellt. Damit es dich trotzdem bestmöglich schützen kann, ist es sehr wichtig, dass du es so gut es geht dabei unterstützt.

Dabei spielt die Ernährung eine sehr wichtige Rolle. Denn deine Immunzellen benötigen u. a. die richtige Ernährung und außerdem wichtige Mikronährstoffe, um voll funktionsfähig zu sein. 

gesundheit-essen-abnehmen.com erklärt: Das ist wirklich gesund!

Die gute Nachricht gleich vorweg: Ein starkes, gesundes Immunsystem ist in der Lage sich gegen fast alle Eindringlinge zu wehren. Wenn alles abläuft, wie es soll, sorgen deine Abwehrkräfte dafür, dass Störenfriede gar nicht erst in deinen Körper gelangen und sich vermehren. Doch deine Abwehr wird heutzutage häufig geschwächt, z.B. durch wenig/schlechten Schlaf, Stress, Medikamente usw. aber vor allem durch eine ungesunde Ernährung und einen unausgewogenen Mikronährstoffhaushalt.

Mikronährstoffe unterstützen dein Immunsystem

Vitamin C und Zink galten sei jeher als DIE Lösung für ein abwehrstarkes Immunsystem. Das ist aber mittlerweile längst widerlegt. Sie unterstützen dein Immunsystem natürlich, aber auch Vitamin A, Vitamin D, Folsäure, Vitamin B6, Vitamin B12, Eisen, Selen und Kupfer benötig dein Körper dringend für ein funktionierendes Immunsystem.

Dadurch, dass die Abläufe im Immunsystem sehr komplex sind, wird eine breite Basis an Vitaminen und Spurenelementen benötigt. Sonst kann Ungleichgewicht entstehen und außerdem unterstützen und ergänzen sich Vitamine und Spurenelemente – wie kleine Räder in einem Zahnrad.

Iss immunstärkend!

Natürlichkeit und Vielfalt sind unerlässlich für eine immunstärkende Ernährung. Das sind wichtige Erkenntnisse aktueller Ernährungsforscher. Durch Bonner Forscher wurde untersucht, wie die typische deutsche Durchschnittskost sich auf das Immunsystem auswirkt: 

Die Mischung aus zahlreichen schlechten Fetten, viel Zucker, wenig Ballaststoffen und allgemein wenig mikronährstoffreichen Lebensmitteln „verwirrt“ dein Abwehrsystem regelrecht und führt dadurch zu Entzündungsreaktionen ähnlich einer bakteriellen Infektion.

Mal ganz davon abgesehen, dass diese typische Ernährung deinem Immunsystem nicht die Mikronährstoffe bietet, die es dringend benötigt. Das große Problem dabei: Wenn deine Immunabwehr dauerhaft mit den von dir hervorgerufenen Entzündungen im Körper beschäftigt ist, fehlen freie Kapazitäten für andere, wichtige Baustellen.

Denn auch deine allgemeine Gesundheit beeinflusst stark, wie gut dein Immunsystem mit Eindringlingen fertig wird. Allgemein bekannt ist, dass Übergwicht, Herz-Kreislauferkrankungen, usw. deine Abwehr schwächen. Dr. Fiona Godlee, Ärztin und Chefredakteurin des renommierten British Medical Journal weist deshalb in einem Editorial auf die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung hin: Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte sollten häufig verzehrt werden, verarbeitete Lebensmittel und Fleisch stark minimiert werden.

Die drastischen Folgen einer Fehlernährung für dein Immunsystem wird von einer weiteren aktuellen Studie bestätigt: Die typisch salzreiche Durchschnittskost greift stark in das Abwehrgeschehen ein. Infektionen verliefen deutlich schwerer und bestimmte Immunzellen wurden deutlich geschwächt durch den übermäßigen Salzkonsum.

Bei salzarmer Ernährung hingegen wurden die Immunzellen deutlich besser mit Eindringlingen fertig uns es ließen sich auch deutlich weniger Keime nachweisen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt ebenfalls den täglichen Salzverzehr auf max. fünf Gramm pro Tag zu beschränken. Die Deutschen kommen jedoch im Schnitt auf mehr: Frauen verzehren etwa 8 Gramm, Männer zehn Gramm täglich.

Immunsystem klug & optimal stärken

Beachte folgende Tipps, um die richtige Ernährung für ein gesundes Immunsystem dauerhaft einzubauen. Dein Immunsystem gibt jeden Tag sein bestes für dich, gib ihm etwas zurück und unterstütze es bei seiner Höchstleistung!

Meine Tipps:

  • Einseitige Ernährung liefert nicht alle notwendigen Mikronährstoffe. Ernährungsexperten empfehlen 25 verschiedene Gemüse- und Obstsorten pro Woche zu essen, um wenigstens die meisten benötigten Stoffe aufzunehmen. Sogenannte Superfoods sind also eine ganz gute Ergänzung deines Ernährungsplans – die Basis für gute Abwehrkräfte ist aber eine vielfältige Ernährung.
  • Fachgesellschaften empfehlen mind. fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Dadurch erhältst du viele wichtige Mikronährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Beta-Carotin, welches dein Körper zu Vitamin A umwandelt, ist z.B. in rotem, gelbem und orangenem Gemüse und Obst wie Kürbis, Orangen und Möhren enthalten. Vitamin A unterstützt gesunde Schleimhäute, die erste wichtige Abwehrbarriere deines Immunsystems. Wenn deine Abwehr bereits hier ungebetene Eindringlinge abwehrt, haben sie gar nicht erst die Möglichkeit, sich in deinem Körper zu vermehren.
  • Ein Teil des verzehrten Obst und Gemüses roh verzehren, z.B. als Salat oder Rohkost. Einige Vitamine reagieren hitzeempfindlich. Daher ist nicht erhitzte Frischkost für dich eine wichtige Vitaminquelle.
  • Breite Basis an Mirkonährstoffen benötigt: Reduziere dein Immunsystem nicht auf Vitamin C und Zink. Immunzellen „arbeiten“ sehr komplex und sind auf alle der insgesamt zehn immunterstützenden Mikronährstoffe angewiesen. Fast jede Bewegung von dir benötigt Mikronährstoffe, die sich außerdem hervorragend gegenseitig ergänzen.
  • Würze deine Gerichte clever! Verwende z.B. frische Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer statt Pulver. Die darin enthaltenen Scharfstoffe gelten als antibakteriell.
  • Statt Salz lieber frischen Kräuter, denn zu viel Salz schwächt die Abwehr. Es braucht nicht viel frische Kräuter um viele wertvolle Vitamine und Spurenelemente zu erhalten. Wenn du auf Salz nicht verzichten kannst, verwende wenigstens natürliches Stein- oder Meersalz, statt der raffinierten Kochsalz-Variante!
  • Verwende viele regionale Gemüsesorten und dünste diese nur leicht. Das wärmt von innen (besonders gut im Winter), kann aber auch kalt gegessen werden. Regionale Gemüse im Winter sind beispielsweise Sellerie, Rosenkohl, Rote Beete, Kürbisse aller Art, Brokkoli und Spitzkohl. Diese sind durch kurze Transportwege und Lagerzeiten noch sehr mikronährstoffreich. Paprika, Tomaten & Co legen meist weite Wege zurück, da bleibt oft nicht mehr viel übrig an Vitaminen. Am besten kaufst du Bio. Grade wenn du viel Gemüse und Obst isst, können sich sonst hohe Konzentrationen von Pestiziden in deinem Körper ansammeln! Außerdem zeigen Untersuchungen, dass Bio-Gemüse viel mehr sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Viele Ballaststoffe für die guten Darm-Bakterien. Die meisten Immunzellen befinden sich im Darm. Demnach bestimmt eine gesunde Darmflora dein Immunsystem maßgeblich. Baue am besten bei jeder Nahrungsaufnahme eine Ballaststoffquelle, etwa Vollkornprodukte wie Vollkornbrot, Buchweizen, Linsen, Bohnen, Graupen, Vollkorn-Couscous oder Haferflocken mit ein. Aber auch Gemüse liefert Ballaststoffe. Kohl, Möhren und Chicorèe sind besonders reich an den Faserstoffen. Resistente Stärke, entsteht beim Abkühlen von Kartoffeln und Pasta und ist ebenfalls eine gute Ballaststoffquelle.
  • Leinsamen, Nüsse und Kerne erhöhen den Ballaststoffanteil in deiner Nahrung. Außerdem erhältst du durch sie Zink und andere wichtige Spurenelemente.
Mandeln und Walnüsse sind sehr gesund und unterstützen beim Fettabbau!
  • Eisenreiche Lebensmittel: Die Nationale Verzehrsstudie II rät gerade Frauen zu einer ausreichend eisenreichen Ernährung. Auch Eisen unterstützt dein Immunsystem. Eisen ist in Nüssen, Kernen, Hülsenfrüchten und Vollkorn, sowie in Erbsen, Kohl, Spinat und Schwarzwurzeln enthalten. Iss dazu etwas Vitamin C-reiches Gemüse, Kräuter oder Obst, das steigert die Eisenverwertung! Da siehst du z.B., dass Mikronährstoffe sich benötigen und gegenseitig ergänzen. Verzichte kurz vor und nach dem Essen von eisenhaltigen Lebensmitteln auf Kaffee und schwarzen Tee, da sonst die Eisenaufnahme gehemmt wird.
  • Auch Selen ist an der Immunabwehr beteiligt. Das Spurenelement findest du in Kohl, Reis, Paranüssen und Walnüssen. 
  • Vitamin D: Grade im Winter ist es deinem Körper nicht möglich, selber genügend Vitamin D (das eigentlich ein Hormon ist) zu bilden. Vitamin D ist aber stark an der Immunfunktion beteiligt, demnach achte grade in der kalten Jahreszeit auf gute Vitamin D-Lieferanten in deiner Ernährung. 
  • Grünes Blattgemüse, Nüsse und Vollkorn versorgen dich mit Vitamin B6 und Folsäure. Diese beiden Vitamine unterstützen deine Abwehr hervorragend, sind aber leider zu Unrecht noch stark unterschätzt!
  • Darauf besser verzichten: Zucker, Fertigkost, Salz minimieren. Tierische Lebensmittel reduzieren und auf beste Qualität und Herunft achten. Einige Untersuchungen belegen, wie der Austausch von tierischen Proteinen durch pflanzliche Eiweiße deine Sterberate verringern kann. Bewiesen ist ebenfalls, dass Alkohol und Nikotin deine Abwehr schwächen.

Fazit: Natürliche Vielfalt!

Für dein Immunsystem gilt also: Ernähre dich abwechslungsreich, möglichst natürlich und nicht zu einseitig! So stehen deine Chancen gut, dass du mit bestmöglichen Voraussetzungen durch die kalte Jahreszeit kommst. Daneben kannst du mit einer gesunden Ernährung auch weiteren Risikofaktoren wie Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen. Also setze auf Vielfalt und bleibe gesund!


Ich hoffe ich konnte dir mit den vorangehenden Informationen weiterhelfen und dir einen Mehrwert bieten!

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650001

Ich bin Laura und lebe in NRW, in der Nähe von Düsseldorf. Mein Ziel ist es, dich für ein gesundes Leben zu inspirieren und zu motivieren dein Vorhaben in deinem Alltag einzubeziehen und vor allem umzusetzen. ANFANGEN ist das Geheimnis, das zu erreichen, was du dir wünschst. Also warte nicht länger, sondern starte noch heute in dein (neues) gesundes Leben! Zu den Themen Ernährung und Gesundheit kam ich durch meine eigenen Erfahrungen. Probleme wie Bauchschmerzen, unreine Haut, allgemeines Unwohlsein, ständige Erkältungen und andere Krankheiten, Schlaflosigkeit usw. waren bei mir leider über einige Zeit an der Tagesordnung. Dabei habe ich mich meiner Meinung nach nicht sonderlich ungesund ernährt und relativ regelmäßig Sport getrieben. Ich konnte mir die meisten gesundheitlichen Probleme nicht erklären. Es war ein langer Weg zurück zur vollen Gesundheit aber im Nachhinein bin ich sogar dankbar für die gesundheitlichen Schwierigkeiten. Sonst wäre ich vielleicht nie oder erst sehr spät zu meinem aktuellen gesunden Lebensstil übergegangen und hätte in dem Zuge meine ernährungstechnischen Überzeugungen nicht überdacht. Ich habe viele Kurse gemacht und mit inspirierenden Menschen gesprochen. Jetzt weiß ich: fast jedes Wehwehchen lässt sich durch die richtige Ernährung auslöschen oder zumindest stark lindern. Damit es bei dir gar nicht erst soweit kommt wie bei mir, fange lieber früher als später mit deinem gesunden Lebensstil an! Erfahre auf meinem Blog, was dich wirklich gesund macht / bleiben lässt.

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